Wärmepumpen für die Energiewende

Energiewende: Wärmepumpe lassen sich hervorragend mit erneuerbarer Energie kombinieren.Spätestens nach der Wahl des neuen Bundestags und einer möglichen neuen Regierung rückt auch die Energiewende wieder in den Fokus. Diese neue Regierung wird in der Folge entscheiden müssen, ob an den Zielen festgehalten, neue Ziele ausgegeben oder weitere Subventionen verhandelt werden. Schon seit jeher gelten Wärmepumpen einerseits als großer Hoffnungsträger der Energiewende, werden teilweise von Kritikern aber auch als eine “Bremse” verurteilt. Dem geht es nun einmal näher auf den Grund zu gehen.

Ganzheitliche Synergieeffekte sind nötig, damit die Wärmepumpe punkten kann

Deutschland hat sich viele ehrgeizige Ziele gesetzt, die gemeinhin unter dem Oberbegriff “Energiewende” zusammengefasst werden. So soll im Jahr 2050 beispielsweise rund 80 bis 95 Prozent weniger CO2 ausgestoßen werden, als das noch im Jahr 1990 der Fall war  ohne natürlich den technologischen oder industriellen Fortschritt zu hindern. Damit das gelingt, hat die ehemalige Bundesregierung festgelegt, dass der Primärenergieverbrauch um 50 Prozent reduziert werden soll, während die erneuerbaren Energien auf 60 Prozent ausgebaut werden. Zu bedenken ist hier, dass ein Durchschnittshaushalt in Deutschland 72 Prozent seines Energieverbrauchs für die Raumwärme aufbringt, lediglich 13 Prozent zur Erzeugung von Warmwasser und 15 Prozent für Licht und Elektrogeräte.

Anhand des riesigen Wärmebedarfs wird deutlich, welchen wichtigen Stellenwert eine moderne Anlage wie die Wärmepumpe bei der Energiewende einnimmt. Ihr ist es möglich, die benötigte Heizenergie aus der Umwelt zu ziehen, beispielsweise aus dem Wasser, der Luft oder dem Erdreich  mitunter auch als Hybrid in Kombination zueinander. Gepaart mit verbesserten Dämmstandards, die den tatsächlichen Wärmebedarf reduzieren, soll so eine Energiewende gelingen, bei der erneuerbare Energien stärker eingesetzt werden, während der Verbrauch und die Nachfrage nach Heizenergie zugleich reduziert auftreten. Anhand der eben aufgeführten Zahlen wird aber vor allem noch ein Umstand ganz deutlich: Die Energiewende passiert in erster Linie in Deutschlands Haushalten. Nicht auf den Straßen, nicht bei Elektrogeräten mit verbesserter Energieeffizienzklasse und auch nicht im kleinen Gewerbe. Die Heizenergiebereitstellung muss neu strukturiert werden, was tatsächlich nur mit einer Wärmepumpe funktionieren kann.

Doch obwohl eine Wärmepumpe die Energie der Umwelt zum Heizen nutzen kann, muss sie zuerst selbst betrieben werden. Hierfür bedarf es Strom. Die erwähnten Synergieeffekte, die für die Energiewende unabdingbar werden, betreffen folglich selbst die Stromerzeugung. Wärmepumpen gelten deshalb als ideales Bindeglied der Energiewende, weil sie mit Strom angefeuert werden, welcher wiederum zusehends häufiger selber aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird  beispielsweise über Windräder oder Photovoltaikanlagen. Eine Wärmepumpe leistet damit gewissermaßen direkt den doppelten Beitrag zur Energiewende: Sie erzeugt Wärme aus der Umwelt und wird angetrieben von Strom, der ebenfalls aus der Umwelt kommt.

Speicherung der Wärmepumpen ein weiterer Faktor

Anhand dieser Erläuterungen wird aber auch klar, dass der ganzheitliche Wandel zwingend nötig ist. Hierzu eignen sich die Wärmepumpen erneut sehr gut, denn sie reagieren mit ihrer Technologie adäquat auf die “Stromschwankungen”, die bei der Stromgewinnung durch erneuerbare Energiequellen immer auftreten können. Angeschlossen an Pufferspeicher und mit der Funktion erzeugte Wärme abzuspeichern, leisten die Wärmepumpen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Sie lassen sich individuell auf das Strom-Angebot konfigurieren, können diese nehmen, wenn genug da ist und alternativ in den Sparmodus gehen, wenn gerade zu wenig produziert wird. Hieß es früher noch so oft, dass Strom zu “schade” zum Heizen wäre, erfüllt er in Zusammenhang mit der Wärmepumpe doch einen wichtigen Beitrag.

Aus Sicht der Verbraucher (und auch der Politik) muss dennoch vor allem ein negativer Aspekt verhindert werden: Ein ständig steigender Strompreis. Dieser ist das größte Hindernis von Wärmepumpen und damit auch der Energiewende, denn wird der Strom zu teuer, verliert der laufende Betrieb von Wärmepumpen an Wirtschaftlichkeit. Anhand des riesigen Heizbedarfs in Deutschland muss es auch aus Sicht der Regierung wichtig sein, den Strom weiterhin als Allgemeingut bezahlbar zu gestalten, damit Investitionen und Glauben in und an die Wärmepumpe nicht plötzlich verpuffen.