Montage

Ist es ratsam, die Montage einer Wärmepumpe selbst vorzunehmen?

Sollten Sie sich für die Anschaffung einer Wärmepumpe interessieren, ist es in der Regel nicht empfehlenswert, diese selbst zu installieren. Denn es ist nicht nur wichtig, dass Sie eine qualitativ hochwertige Wärmepumpe kaufen, sondern auch, dass diese von einem Fachmann professionell installiert wird. Wenn Sie sich also nicht zu den handwerklich geradezu begnadeten Mitmenschen zählen, ist es eher ratsam, da auch spezifische Kenntnisse vorhanden sein müssen, auf die kompetenten Erfahrungen eines Profis zu vertrauen. Weiterhin müssen Sie generell für den Betrieb und die Wartung Ihrer Wärmepumpe die rechtlichen Anforderungen des Bundeslandes einhalten, in dem Ihre Immobilie liegt und die Wärmepumpe betrieben werden soll.

Voraussetzungen für die Montage einer Wärmepumpe

Zuerst einmal können in diesem Zusammenhang keine generellen Angaben gemacht werden, da es immer darauf ankommt, für welchen Typ einer Wärmepumpe Sie sich entscheiden. Jedoch funktioniert eine solche Apparatur immer so gut, wie die Beschaffenheit der Immobilie ist, in der sie eingebaut werden soll, denn wichtige Voraussetzungen für ihre erfolgreiche Inanspruchnahme sind, neben einer gut gedämmten Gebäudehülle, ebenso eine hohe Jahresarbeitszahl. Erwiesenermaßen arbeiten sämtliche Wärmepumpen-Varianten bei einer guten Dämmung besonders effizient. Warum dies so ist, hat einen einfachen Grund, der mit der Funktionsweise von Wärmepumpen im Zusammenhang steht. Die effektive Arbeitsweise hängt dabei nämlich ganz maßgeblich vom Temperaturniveau ab, auf welches das Gerät das Heizwasser von der Temperatur der genutzten Energiequelle aufheizen muss. Denn je kleiner dieser Unterschied ist, desto besser ist der Wirkungsgrad Ihrer Wärmepumpe. So sind beispielsweise optimal gedämmte Häuser mit 20 Grad Celsius bis 40 Grad Celsius warmem Heizungswasser behaglich zu erwärmen. Dagegen wäre es völlig unsinnig, eine solche Installation in ungedämmten Altbauten vorzunehmen, da ihre Jahresarbeitszahl einfach zu schlecht ausfallen würde.

Die hohe Jahresarbeitszahl als elementare Voraussetzung

Bevor Sie eine Wärmepumpe montieren lassen, sollten Sie mit dem einbauenden Handwerker die mindestens zu erzielende Jahresarbeitszahl schriftlich vereinbaren. Legen Sie auch immer eine Rückforderung Ihrerseits für den Fall fest, dass diese nicht erreicht wird, um Ihren wirtschaftlichen Verlust auszugleichen. So gelten beispielsweise Jahresarbeitszahlen von 4,0 und besser als gut.

Wenn Sie die tatsächliche Effizienz Ihrer Anlage erfahren möchten, müssen Sie selbst aktiv werden. Durch den Einbau von Wärmemengen- und Stromzählern können Sie nämlich die jährlich nach dem Ende der Heizperiode erreichte Jahresarbeitszahl errechnen. Dies ist sehr einfach, denn Sie dividieren einfach die Heizwärmeabgabe durch den Stromeinsatz, wobei Sie jedoch die Heizungspumpen sowie die Wärme für das warme Wasser berücksichtigen müssen, weil das Warmwasser auf jeden Fall von Ihrer Wärmepumpe erwärmt werden sollte.

Wann lohnt sich für Sie nun der Einbau einer Wärmepumpe?

Folgende Punkte einer Wärmepumpe als umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Heizsystemen sollten gegeben sein:

–    Die optimale Wärmedämmung der Gebäudehülle Ihrer Immobilie. Sie sollte idealerweise sogar besser sein, als dies die Energieeinsparverordnung (EnEV) festlegt, da die gute Dämmung die Temperatur des Heizwassers senkt.
–    Wichtig ist die geringe Temperatur des Heizwassers, die gegebenenfalls durch eine Vergrößerung der Heizkörper oder das Wärmeverteilsystem der Heizung ermöglicht werden muss.
–    Wenn Sie selbst bei Frost noch Temperaturen über dem Gefrierpunkt als Wärmequelle nutzen möchten, dann stehen Ihnen das Erdreich sowie das Grund- und Oberflächenwasser unter anderem als geeignete Umweltmedien zur Verfügung